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RMT - Rapid MIG/MAG Technology

Ein leistungsgesteigerter Sprühlichtbogen.

Vergleich verschiedener Lichtbogenarten

Durch den neuen ESS RMT-Prozess ergeben sich für den Anwender viele Vorteile gegenüber dem konventionellen Sprühlichtbogen.

Dickwandige Bauteile stellen schweißtechnisch gesehen besondere Anforderungen an die Qualität von Schweißnähten. Einbrandtiefe und Einbrandform beeinflussen grundlegend die Festigkeit eines geschweißten Bauteiles. Daneben existieren weitere Anforderungen an die Nahtoptik und  an die Wirtschaftlichkeit des eingesetzten Schweißverfahrens. Hier bietet die von ESS entwickelte RMT (Rapid MIG/MAG Technology) entscheidende Vorteile.

Durch eine sehr schnelle Auswertung und gezielte Beeinflussung der Lichtbogen-Prozessgrößen ist es möglich, den konventionellen Sprühlichtbogen in einen Bereich mit weniger Übergangswiderstand zu verschieben. Das bedeutet, der RMT-Lichtbogen kann bei derselben Drahtvorschubgeschwindigkeit (Abschmelzleistung) ca. 10% mehr Leistung übertragen. Sichtbar an höheren Stromwerten. Dabei bleibt dieselbe Lichtbogenlänge wie beim konventionellen Sprühlichtbogen erhalten. RMT benötigt keine spezielle Handhabung. Der Anwender erkennt den RMT-Lichtbogen an dem charakteristischen leichten Pfeifgeräusch und an einem sehr richtungsstabilen und in die Tiefe wirkenden Lichtbogen.

Einbrandverhältnisse 8mm Stahlblech

Leistungsgesteigerte Sprühlichtbogen- Verfahren können auf unterschiedliche Weise realisiert werden. Eine Methode ist, die Lichtbogenlänge im Sprühlichtbogenbereich durch Reduzierung der Spannung zu verkleinern, sodass normalerweise Kurzschlüsse mit großem Spritzerauswurf entstehen. Durch den Einsatz moderner Mess- und Regelungstechnik in der Stromquelle werden diese Kurzschlüsse erkannt und so darauf reagiert, dass der Spritzerauswurf klein gehalten wird. Kennlinienbedingt steigt die Stromhöhe bei einem kürzer eingestellten Sprühlichtbogen an und der Lichtbogenkegel wird kleiner, d.h. die erreichte Stromhöhe wirkt auf einer kleineren „Fußfläche“ des Lichtbogens (Lichtbogenbrennfleck auf dem Werkstück). Durch diese höhere Stromdichte erhöht sich der Einbrand bei verkürzter Lichtbogenlänge.

Die ESS RMT verwendet zur Leistungssteigerung im Sprühlichtbogen einen anderen Effekt. Durch schnelle Mess- und Regeltechnik wird der konventionelle Sprühlichtbogen in einen Bereich mit weniger Übergangswiderstand verschoben. Dies bedeutet, dass bei derselben Drahtvorschubgeschwindigkeit (Abschmelzleistung) mehr Strom gegenüber dem konventionellen Sprühlichtbogen übertragen werden kann. Durch den erhöhten Strom wird der Lichtbogen konzentrierter und richtungsstabiler, dabei bleibt die gewohnte Lichtbogenlänge des Sprühlichtbogens erhalten.

Für reduzierte Nahtöffnungswinkel ist der ESS RMT-Lichtbogen damit bestens geeignet. Im Gegensatz zu Sprühlichtbogenprozessen, die eine Leistungssteigerung über die reduzierte Lichtbogenlänge erzielen, kann der RMT-Lichtbogen durch einen Lichtbogenkegel mit normaler Länge und normalem Öffnungswinkel die Nahtflanken besser aufschmelzen. Flankenbindefehler lassen sich durch den starken seitlichen Einbrand somit sicher vermeiden. Reduzierte Nahtöffnungswinkel, die aufgrund von weniger Lagen und damit auch weniger Verzug sehr wirtschaftlich sind, lassen sich dadurch sicher beherrschen. Die Führung des Schweißbrenners wird wesentlich erleichtert und muss weniger exakt erfolgen.

Die mit dem RMT-Lichtbogen erzielte höhere Stromdichte lässt sich, je nach Schweißaufgabe, in eine höhere Schweißgeschwindigkeit umsetzen.

Der ESS RMT-Prozess ist anwendbar für Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumverbindungen und in folgenden Anlagen verfügbar: